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» 3.125 Reklameschilder «

22.09.2022:“Brasserie de Liesing-Vienne (Autriche)“: Ja, was ist denn da los? Ein in Paris (vermutlich kurz nach der Weltausstellung 1878) hergestelltes Blechschild, welches für Bier aus der Brauerei Liesing wirbt?

Die Umwandlung des 1838 gegründeten Liesinger Brauhauses in eine Aktiengesellschaft (Societe Anonyme) 1872 ermöglichte nicht nur die Expansion nach Ost- und Westeuropa, sondern auch Lieferungen an viele afrikanische und asiatische Länder über Alexandria, Beirut und Istanbul.

Zu dieser Zeit konkurrierte die Liesinger Brauerei höchst erfolgreich mit den größten Brauereien der Welt. Historisch bedeutend auch die abgebildete Brauereiansicht um 1875 mit der von Kaiser Franz Josef 1873 eröffneten „Ersten Wiener Hochquellwasserleitung“ (ganz links im Bild). Blech, 31x43,5 cm, Hersteller: Lith. Baster & Vieillemard, Boulevard Port-Royal, 97, Paris

Ein grandioses Zeitdokument!

reklameschilder@gmx.at

Ray

sep 2022

» 3.100 Reklameschilder «

27.08.2022: "Zipfer Bier“: Welch ein Riesenschild! Mit 147x97 cm das wohl größte Bierschild der 1858 vom Wiener Bankier Franz Schaup gegründeten oberösterreichischen Brauerei. Hergestellt von „Austria Email“ in den 50-er Jahren, mit einer massiven Bombierung von 16 cm. Wem diese Reklame entgangen ist, dem ist wohl nicht mehr zum Helfen!

Vielleicht das größte österreichische Bierschild überhaupt? Senden Sie uns ein Foto, belehren Sie uns eines Besseren!

reklameschilder@gmx.at

Ray

aug 2022

» WIR FEIERN UNSEREN 5.GEBURTSTAG «

12.05.2022: Vor exakt 5 Jahren startete "reklameschilder-austria.at" mit 777 österreichischen Email- und Blechreklameschildern hoffnungsfroh in eine ungewisse Zukunft. Konnten wir im ersten Jahr 600 neue Schilder einstellen, hielt der Zustrom neuer Reklameplakate auf unsere Website in den folgenden Jahren unvermindert an.

Dieser Erfolg war letztlich nur durch die außergewöhnliche Mitarbeit vieler nationaler und internationaler Sammler möglich. Vielen Dank an alle, die dieses Projekt mittragen und mitgestalten, Danke auch für die vielen „Visits“ und für „kritische“ Rückmeldungen im letzten Jahr.

Wir bedanken uns gerade heute bei all jenen, die uns im letzten Jahr wieder 490 neue Schilderfotos überlassen haben und freuen uns auf weitere Zusendungen:

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Ray

mai 2022

» 3.067 Reklameschilder «

09.05.2022: "Sirius ist die beste Schuhpasta“: Friedrich Büchele, ein einer schwäbischen Familie entstammender Vorarlberger, geboren 1854 in Hard, begründete im Jahre 1880 im 1. Bezirk eine Fabrik für chemische Artikel und eine Vertretung verschiedener Seilerwarenfabriken. Nach 24-jähriger Tätigkeit übergab er das Geschäft (in der heute nicht mehr existenten Kohlmessergasse 5) zwei Angestellten und zog sich in das Privatleben zurück, am 18. Juli 1904 erfolgte die Änderung des Firmennamens in „Friedrich Büchele Nachf.“ mit dem Zusatz: „Bisher Verschleiß von Seilerwaren, nunmehr Kommissionshandel mit Bindfaden und sonstigen Seilerwaren, Erzeugung und Verkauf chemischer Artikel, u. zw. Tinte, Siegellack, Schuhwichse, Vaseline und Lederfett.“

Friedrich Büchele war durch seinen (Zitat) „unermüdlichen Fleiß, strenge Rechtlichkeit und Biederkeit“ zu einem der angesehensten Geschäftsleute und Bürger Wiens aufgestiegen, sein Geschäft war in der Habsburgermonarchie wohlbekannt.

Büchele wurde in die Bezirksvertretung gewählt, war sozial sehr engagiert und tat sich durch seine Hilfs- und Wohltätigkeit hervor. Er verstarb am 9. September 1918 im städtischen Sanatorium Wiener Neustadt an den Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs.

Ray

mai 2022

» 3.050 Reklameschilder «

05.04.2022: "Mattoni‘s Giesshübler“: Welch ein Aufwand für einen Sprudel! Ein prächtiges Blechschild, hergestellt von der Firma Heyne & Schreiber aus Dresden für die Firma von Heinrich Mattoni. Heinrich von Mattoni entstammte einer alten italienischen Händlerfamilie, die seit 1693 in Karlsbad ansässig war. Er pachtete ab 1857 von der Stadt Karlsbad für 10 Jahre die Versendung des städtischen Mineralwassers und erreichte durch ein weitverzweigtes Niederlagensystem bald reißenden Absatz. Bereits 1867 hatte er gemeinsam mit einem Geschäftspartner die Versendung des Heilwassers aus einer Quelle im benachbarten Gießhübl-Puchstein begonnen, kurz danach-1868- fingen Heinrich Mattoni und Friedrich Knoll an, das Wasser in Glasflaschen zu füllen.

Diese Flaschen ließ er später mit Papieretiketten versehen, die den roten Adler, seinem Familienwappen, zeigten. Aufgrund seines Erfolges und der hervorragenden Qualität seiner Produkte und Dienste wurde er 1870 zum „k.u.k. Mineralwasser-Hoflieferant“ und 1898 sogar zum „k.u.k. Kammer-Lieferanten des Kaisers“ ernannt. Das unter dem Namen „Mattoni‘s Gießhübler Sauerbrunnen“ abgefüllte Wasser wurde durch ihn weltbekannt. Der Absatz des Wassers wuchs von 1872 (670.000 Flaschen) über 1897 (bereits 7.854.727 Flaschen) bis 1910 (10.000.000 Flaschen) stetig an

Heinrich Mattoni übersiedelte 1878 nach Wien, wurde im gleichen Jahr zum kaiserlichen Rat ernannt und 1889 als „Edler von Mattoni“ in den erblichen Adelsstand erhoben. Er starb am 14. Mai 1910 in Gießhübl-Sauerbrunn.

Ray

apr 2022

» 3.025 Reklameschilder «

28.03.2022: "k.k. priv. Erste Böhmische Wechselseitige Versicherungs-Anstalt“: Ein ungemein aufwändig hergestelltes Versicherungsschild aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Erste Böhmische Wechselseitige Versicherungs-Anstalt wurde in Böhmen, einem Kronland der Habsburgermonarchie, im Jahre 1827 gegründet. Zentral im Schild findet sich eine Darstellung der „Parzen“, der 3 Schicksalsgöttinnen der römischen Mythologie, eine beliebte Allegorie des menschlichen Schicksals. Nona spinnt den Lebensfaden, zieht diesen von einer Spindel. Decima entscheidet über das Lebensgeschick, sie bestimmt die Länge des irdischen Daseins. Parca (oder Morta) durchtrennt den Faden und beendet mit jedem Scherenschlag ein Leben. Nicht der Mensch bestimmt den Lauf des Lebens, vielmehr ist er der Willkür einer göttlichen Macht ausgeliefert...

Eine hervorragende Ergänzung stellt das ebenfalls neu eingestellte Schild (Nummer 64h) der Tochteranstalt (k.k. priv. Böhmische Wechselseitige Lebensversicherungsanstalt) dar. Mittlerweile finden sich in der (anfangs etwas unterbewerteten) Sektion „Versicherungsschilder“ bereits 250, teilweise extrem seltene Schilder dieses Genres.

Wer möchte sich am Wachstum dieser Sparte beteiligen? Schicken Sie uns bitte Fotos von Versicherungsschildern aus Österreich:

reklameschilder@gmx.at

Ray

mär 2022

» 3.000 Reklameschilder «

17.03.2022: "K.u.k. Tabak Trafik“: Ein imposantes, museales, übermannsgroßes Blechschild aus einer Tabak-Trafik der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist ein absolut würdiges Jubiläumsschild. Nunmehr sind auf unserer website bereits 3.000 österreichische Email-und Blechreklameschilder online! Vielen Dank an alle die uns in den letzten 5 Jahren Schilderfotos zur Veröffentlichung überlassen haben, den 100-en „Kleinspendern“ genauso wie den Größen der Branche: Marc Trapp, Micky Waue, Dorotheum Wien, Alexander Zacke, Hannes Gschiel, u.v.m.
An alle nochmals: Danke!
Wir freuen uns auch weiterhin über Zusendungen (selbstgeknipster) Fotos österreichischer Reklameschilder - jedes Schild ist willkommen und wichtig!

reklameschilder@gmx.at

Ray

mär 2022

» 2.975 Reklameschilder «

16.03.2022: "Kornbrot Klagenfurt“: Eine feine Rarität österreichischer Brotreklame! Die Wiener Dampfbäckerei Th. Schupp wurde im Jahre 1904 gegründet und ist immer noch in Kärnten aktiv. Ob das abgebildete Brot in genau dieser Form noch erhältlich ist, konnten wir leider nicht herausfinden. Mit demselben Datum haben wir ein weiteres Brotschild (Brot/Milch, Kärntner Landbrot, Nummer 7f) eingestellt, welches an Schönheit (und Seltenheit) diesem Schild in nichts nachsteht!

Ray

mär 2022

» 2.950 Reklameschilder «

15.02.2022: "Andre Hofer Feigenkaffe“: Das bereits 12. Andre Hofer-Schild unserer Website ist wohl das schönste seiner Art: Ungemein selten, deutlich plastisch geprägt, die Paketschnur tritt förmlich aus dem Schild hervor. Produziert wurde diese Blechtafel von der „Metallplakate-Fabrik und Prägeanstalt Saupe & Busch“ in Radebeul bei Dresden, auf Grund der Firmengeschichte lässt sich der Herstellungsraum jedenfalls auf die Zeit vor 1907 datieren. Der Salzburger Andre Hofer ersteigerte 1759 ein Specerey-Handelsgeschäft am „Platzl“, der Firmenname blieb auch nach seinem Tod 1807 erhalten. 1837 übernahm Franz Zeller das Haus, und begann 1847 im Stadtteil Parsch mit der Produktion von Feigenkaffee. Zeller nutzte die Namensgleichheit und die heldenhafte Verehrung, die dem Tiroler Andreas Hofer zuteilwurde und stattete sein Logo und auch seine Werbelinie mit dem Porträt des Freiheitskämpfers aus.

In den Jahren nach 1870 expandierte das Unternehmen mit eigenen Geschäften nach Linz und Wien und eröffnete 1883 im benachbarten Freilassing eine zweite Fabrik, später nahe München eine Dritte, mit der man auch im Deutschen Reich zum Marktführer für Feigenkaffee aufstieg. 1881 wurde die Firma von Ludwig Zeller übernommen, der auch nach St. Pölten, Nürnberg, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin expandierte. Er führte die Firma erfolgreich weiter und wandelte sie kurz vor dem Ersten Weltkrieg in eine Kommanditgesellschaft mit dem neuen Namen „Vereinigte Feigenkaffee-Fabriken Ludwig Zeller & Co.“ um. Vor dem Zweiten Weltkrieg, Ludwig Zeller war inzwischen verstorben, nannte sich die Firma Andre Hofer Oberlindober Vereinigte Alpenländische Feigenkaffeefabriken GmbH. Bald darauf wurde die Firma liquidiert, „Andre-Hofer“- Reklameschilder haben aber glücklicherweise die Stürme der Zeit überstanden.

(modifiziert nach salzburgwiki.at)

Ray

feb 2022

» 2.925 Reklameschilder «

11.01.2022: "Seydlin Mundwasser“: Erst vor wenigen Wochen in Slowenien entdeckt, strahlt das Schild nach gründlicher Reinigung fast wie am ersten Tage. Der Hersteller dieses Mundwassers hatte seinen Sitz im Slowenien der Habsburgermonarchie und ließ in Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts dieses Reklameschild produzieren. Die Papier-und Blechdruck Industrie in Wien XIX begann 1905/1906 mit der Produktion von Blechtafeln, zu Beginn der Werktätigkeit schrieb man „Industrie“ noch „Jndustrie“! Diese zeitliche Einengung und die jugendstilartige Einfassung der äußerst detailliert gestalteten Mundwasserflasche (man beachte alleine die Krone am Schraubverschluss und auch das Gebiss unterhalb desselben) weisen auf einen Entstehungszeitraum von 1906 bis spätestens 1910 hin.

Ein fulminanter Start in das neue Jahr allemal!

Ray

jan 2022